CHENOA'S GESAMMELTE ABENTEUER

Liebe Claudia,
vielen herzlichen Dank, dass du uns an eurem Leben teilhaben lässt. Einwandfrei eine Begabung zur Schriftstellerin und ich kann's einfach nicht verkommen lassen
die folgenden Texte Copyright Claudia Mick

Chenoa vorher

Frl. Chenoa ist auf Abenteuersuche gewesen... zum Glück mit gutem Ende! Am Samstag kurz bevor ich ins Bett gehen wollte hat Madamchen sich die Schlafzimmertür geöffnet und ist *Attackkkkeeeeeeee* durch das Fliegengitter und durchs geöffnete Fenster gesprungen. Das Riesengepolter beim Aufprall unten hab ich gehört, ins Schlafzimmer gerast, sofort kapiert wo der Hase läuft und hinterher (allerdings nicht durchs Fenster). Und dann fing so mein ganz persönlicher Alptraum an: Katze suchen, Nachts, in Panik. Da ich zuerst barfuß runtergerast bin, bin ich nach ner kurzen Weile wieder hoch, hab Schuhe angezogen, Taschenlampe geschnappt, Jacke an - und runter. So circa bis 03:00 Uhr morgens habe ich ganz Hörlkofen abgesucht, einmal hab ich sie im Garten gesehen, aber nicht erwischt (das war ganz zu Anfang). Zig Katzen hab ich getroffen, einen zutraulichen Igel, ein Eichhörnchen - aber keine Cheni. Und wenn es so mistdunkel ist, sieht man leider nicht wirklich viel. Um 03:00 Uhr hab ich also kapituliert, bin wieder rauf - hab mich dann aber auf den Balkon gestellt und runtergestarrt. Denn das Problem war ja, dass sie sicherlich wieder heim findet, aber den Eingang nicht kennt. Und hochspringen in den 1. Stock ist schwieriger als runter. Im Garten wieder eine Bewegung - also wieder runter im Eiltempo. Wieder barfuß (leider, im dunkeln auf Schnecken gelatscht *würg*). Ich hab sie im Kompost des Nachbarn sitzen sehen, klein und ängstlich. Und wieder war sie weg. Schnell wie der Blitz und völlig geräuschlos. Ne Weile bin ich noch durch den Garten gerobbt, aber nix gefunden, nix gesehen. Also wieder hoch und warten bis es wenigstens ein bißchen hell wird. Kurz nach 04:00 Uhr bin ich wieder runter, bewaffnet mit der Trockenfuttertüte. Normalerweise rast sie an, wenn sie das Geräusch hört. Also (wieder) durch den Nachbarsgarten geschlichen, leise rufend, Tüte schüttelnd. Plötzlich seh ich was im Augenwinkel: Öhrchen, Äuglein - ängstlich und nervös aus der Terrasse vom Nachbarn unten guckend. Das Trockenfutter war zu verlockend, aber die Angst auch groß. Kurz war sie nochmal weg, aber sie hatte sich nur ganz flach auf einen Vorsprung gelegt, wo ich sie abpflücken konnte.

Chenoa nachher

Himmel, ich hab bestimmt tausend graue Haare bekommen in dieser Nacht. Ich war so froh, als ich sie wiederhatte... kann ich gar nicht beschreiben. Eine Zecke (BÄÄHHH!!!) rannte über ihr Fell, die hab ich gleich gekillt. Und heute früh eine angesaugte an ihrem Hals gefunden. Pfui Deibel. Die hab ich dann abgemacht, was sie richtig blöd fand. Aber ich hatte selten das Vergnügen einer SO verschmusten Chenoa wie am frühen Sonntagmorgen. Da wurde getretelt und genuckelt und sanft gebissen und geschnurrt wie blöde. Erst danach (!!) wurde gefressen und das Klo benutzt. Da hatte wohl jemand genauso viel Angst wie ich ausgestanden. Und ich bin mir gar nicht sicher, ob sie nicht sogar die ganze Zeit im Garten war und ich umsonst mir die Füße in Hörlkofen wundgelaufen habe. Eins ist jedenfalls klar: In die Fenster kommen jetzt Katzen- UND Fliegensichere Gitter. Und Türen werden zukünftig abgeschlossen beim Lüften. Sowas will ich ganz bestimmt nimmer erleben. Und die Maus hoffentlich auch nicht.




die schönste Liebeserklärung:

 

Mein kleines Mäuschen,

ich wünsch Dir alles alles Gute zu Deinem zweiten Geburtstag.

Ich wusste ja gar nicht, was mir alles fehlt, bevor ich Dich kennenlernte.

Du, meine kleine Prinzessin. Die Superzicke und die Wilde Hilde, das verschmuste kleine Bibi und die verrückte Lady Gaga.  

Als Du zu uns kamst, waren Puma und Satchmo schon älter und es war doch recht ruhig hier. Wie ein Wirbelwind bist Du durch unser Leben gefegt und hast erstmal alles auf den Kopf gestellt.

Früher konnte ich nachts ungestört schlafen. Jetzt werde ich geweckt, weil Du unbedingt kuscheln und nuckeln willst. Ich habe immer Kratzer an der Schulter, weil Du genau da  treteln musst, und mein Ärmel ist nachts regelmäßig nassgelutscht. Wenn Du fertig bist, legst Du Dich auf mein Gesicht. Ich weiß gar nicht, wie ich früher überhaupt schlafen konnte, ohne all das. 

Deine grenzenlose Kreativität was die Umgestaltung der Wohnung angeht, Dein ganz spezielles mrrrrrrrrriiiiau-mrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrriau wenn Du mir „Beute“ bringst, das Patschen Deiner Füße auf dem Holzboden, das Dich schon von weitem ankündigt, Deine Neugier und Furchtlosigkeit, Deine Aufgeschlossenheit und Freundlichkeit, verpackt in wunderschönes Glücksdrachenfell... ich musste ohne all das leben. Zum Glück wusste ich gar nicht, was mir da fehlt! Meine Taschentücher lagen früher langweilig im Schrank, anstatt von Dir durch die Gegend getragen und in sorgsam ausgewählte Verstecke gebracht zu werden. Tüten, Verpackungen und Plastikbeutel waren langweilig unversehrt, statt wie heute lustige kleine Löcher zu haben.

Als Finn und Giny zu uns stießen, hast Du sie sofort willkommen geheißen. Kein  Fauchen, kein Knurren – Du warst einfach nur begeistert. Du bist so ein großer Sonnenschein, mein Leben muss vorher, vor Dir, ganz schön bewölkt gewesen sein ohne dass ich es merkte. Sogar den  Tierarzt hast Du sofort um den Finger gewickelt. Erinnerst Du Dich, wie er Dich nannte? „Das ist eine wunderschöne Katze. Das ist ja ein Bild von einer Katze.. nein, das reicht nicht, das ist ein GEMÄLDE“.

Heute, an Deinem Geburtstag, scheint die Sonne.
Du hast, ganz Glückskind, am Feiertag Geburtstag, so dass wir den Tag ganz gemütlich gestartet haben: lange ausschlafen und kuscheln im Bett. Dann Geburtstagsfrühstück – das heißgeliebte und selten so reichlich vorhandene Trockenfutter. Danach ein Aldi-Stängchen und raus auf den Balkon. Jetzt schläfst Du grad, ganz müde vom Vögel beobachten und mit Finn fangen spielen.

Du lieber Schatz, Du kleine Persönlichkeit, Du weißt ganz genau was Du willst und wie Du es bekommst. Wenn Du mich nachts weckst, indem Du mir eine Leckerlitüte aufs Gesicht fallen lässt, dann bekommst Du selbstverständlich eins. Dein Gesichtsausdruck, so lieb und gleichzeitig so sicher, dass Deine Bitte erhört wird, erlaubt gar nichts anderes. Du wickelst mich um den Finger und Du weißt es. Und ich würd es gar nicht anders wollen. Kleines Bibi, ich wünsch Dir (und mir) noch ganz ganz viele gemeinsame Erlebnisse und Geburtstage. Ich bin schon gespannt, ob Du als reife Katzenoma noch immer so eine verrückte Knutschkugel bist wie heute.  Die Entwicklung vom winzigen, süßen tschilpenden Katzenpups zur jungen Dame war schon ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Ich freu mich auf mehr. 

Ich hab Dich lieb,
Deine Claudia

Chenoa av Folgefonn 2 years




Chenoa

C-Litter

Last update: 22/05/09 11:42
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